Menu
MENÜ
ueber-leben.net
11.10.2017

Nach der Flucht

Ilija Trojanow liest und spricht mit Hannes Krauss

In Kooperation mit dem Literaturhaus Dortmund

›Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang.‹ Poetisch und klug reflektierend erzählt Ilija Trojanow von seinen eigenen Prägungen als Geflüchteter. Von der Einsamkeit, die das Anderssein für den Flüchtling tagtäglich bedeutet. Davon, wie wenig die Vergangenheit des Geflüchteten am Ort seines neuen Daseins zählt. Was das Existieren zwischen zwei Sprachen mit ihm macht. Welche Lügengeschichten man als Geflüchteter den Daheimgebliebenen auftischt. Und dass man vor der Flucht wenigstens wusste, warum man unglücklich war. Trojanow erzählt von sich selbst als einer exemplarischen Figur. So gelingt ihm eine behutsame und genaue Topographie des Lebens nach der Flucht.

Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Unterbrochen von einem Deutschlandaufenthalt lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi, danach folgte ein Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie in München. Dort gründete er den Kyrill & Method Verlag und den Marino Verlag. 1998 zog Trojanow nach Mumbai, später nach Kapstadt, heute lebt er, wenn er nicht reist, in Wien. Seine Romane wie ›Die Welt ist groß und Rettung lauert überall‹ und ›Der Weltensammler‹ sowie seine Reisereportagen wie ›An den inneren Ufern Indiens‹ wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei S. Fischer sein Sachbuch-Bestseller ›Meine Olympiade: Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen‹.
trojanow.de

Dr. Hannes Krauss war von 1973 bis 2011 Akademischer Rat für Germanistik an der Universität Duisburg-Essen. Zahlreiche Publikationen zur deutschsprachigen Gegenwarts-Literatur und -Kultur, regelmäßige Gastdozenturen an ausländischen Universitäten, u. a. in Italien, Russland und den USA.


Foto: Thomas Dorn




Mittwoch
11. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Literaturhaus Dortmund
Neuer Graben 78
44139 Dortmund

Eintritt: 5 / 7 € (Vorverkauf / Abendkasse)
Karten im Literaturbüro Ruhr unter 0 20 43 . 99 26 44, unter verena.geiger@stadt-gladbeck.de, im Literaturhaus Dortmund zu den Öffnungszeiten (Do 15 – 19 Uhr) oder unter vvk@literaturhaus-dortmund.de
literaturhaus-dortmund.de